
Notlage
Aargau - Beibehaltung Notlage im Kanton Aargau 13.1.25
SRF - Notlage im Kanton Aargau 13.1.25
Swissinfo - Regierungsrat erwartet steigende Zahlen 26.10.25
Asylverfahren
Flüchlingshilfe Schweiz - Asylverfahrung
Asylstatus
Informationen & Unterstützung
https://www.fluechtlingshilfe.ch/
Lokal
Asyl - lokal
Ehrenamtlich engagiert - Unterstützung in der Begleitung Geflüchteter

Zusammenkunft und Arbeitsgruppe am 16.Februar 2026
Planungsgruppe trifft sich zum Austausch
Im Februar haben sich die Initianten mit interessierten Geflüchteten aus der Asylunterkunft getroffen. Welche Unterstützung im täglichen Leben ist für die Geflüchteten sinnvoll? Es kam heraus, dass sie sich mehr Kontakt zu der lokalen Bevölkerung wünschen. Tagsüber gehen viele nach Baden und nutzen die Angebote dort. Angebote sind frei zugängliche und kostenlose Angebote. Die Stadtbibliothek und das Kino Royal, dass einmal wöchentlich einen Treffpunkt anbietet. Überdies besuchen viele den freiwilligen Deutschunterricht im Begegnungszentrum in Nussbaumen am Mittwochnachmittag (Netzwerk Asyl - Contact Treff).
Am Abend ist es schwieriger, weil alles geschlossen ist. Wohin geht man nach 18 Uhr? Man verweilt in der Unterkunft. Oder man ist in den Ballungszentren wie Zürich, Aarau und Basel.
Ein Ergebnis aus dem Workshop war der Wunsch, zusammen mit der lokalen Bevölkerung zu Abend essen. Am Mittwoch, 4. März 2026 war es soweit. Chicken Biryani nach kurdischem Rezept. Dialog und Austausch zwischen den Geflüchteten und der lokalen Bevölkerung. Bericht folgt...
Weitere Ideen lagen auf dem Tisch am Workshop und werden weiter verfolgt. Wir berichten zu gegeber Zeit.
Aktuelle Situation
Seit nun mehr als einem Jahr betreibt der Kanton Aargau in Obersiggenthal eine Unterkunft für geflüchtete Menschen. Der Kanton rief die Notlage aus und eröffnete verschiedene neue Unterkünfte. Für Familien mit Kindern, für Frauen, für unbegleitete minderjährige Asylsuchende, kurz UMA/MNA. Die Unterkunft in der Zivilschutzanlage in Nussbaumen ist ausschliesslich für Männer gedacht. Platz für mehr als 120 Personen.
In den letzten Wochen hat sich die Situation insofern verschärft, weil die Unterkunft in Nussbaumen an ihre Grenzen stösst. Grund dafür ist, dass die Ukraine seit diesem August die Ausreise junger Männer ab 18 Jahren erlaubt. So gibt es zusätzlich eine Gruppe junger Ukrainer in der Unterkunft. Zugewiesen vom Bund/Kanton.
Sie sind da!
Sie warten auf ihren Entscheid im Asylverfahren. Das dauert. Nicht Wochen aber Monate. Die Regel sind Jahre. Diese Wartezeit will sinnvoll gefüllt sein. Termine beim SEM oder kantonalen Sozialdienst sind gesetzt. Genauso Sprachkurse, wo eine Landessprache gelernt wird. Der Rest* ist warten. Teilhabe an der Gesellschaft. Ev. Arbeiten, sich treffen (mit Gleichgesinnten), Sport treiben, Kultur konsumieren oder selbst machen. Das Handy ist nicht nur Accessoire, sondern ein strategisches Werkzeug um sich zurechtzufinden, Informationsbasis!
Der Kanton erfüllt aus der Notlage heraus die gesetzlichen Pflichten. Mehr nicht. Das einbinden der Asylsuchenden vor Ort in der Gemeinde und Umgebung ist nicht geregelt. Sie basiert oft auf persönlichem Engagement Einzelner und ehrenamtlichen Gruppen.
Motivation
Wir wollen diese Unterstützung auf eine breitere Basis stellen. Kateri Lässer aus Nussbaumen ist eine dieser Personen, die Kontakt zu den Männern in der Unterkunft hält und mit viel Herzblut Wege sucht, Unterstützung zu leisten und Angebote ausserhalb der Unterkunft zu schaffen. Wir treffen uns zum Austausch. Gesehen werden und Gedankenaustausch. Wissenslücken füllen. Geschenkte Zeit für diese Unterstützung ist wertvoll. Sie muss nicht zwingend direkt sein. Unterstützung darf auch indirekt sein mit Wissen über Ressourcen und Kontakte.
Gemeinsam geht es besser. Gemeinsam haben wir ein grösseres Netzwerk und Knowhow, diese Unterstützung zu gewährleisten. Solidarität und Mitgefühl mit den Geflüchteten und Schutzsuchenden. Auch diesen Männern gegenüber. Machen wir das Beste daraus!
Kontakt & Auskunft
Kateri Lässer
5415 Nussbaumen
079 758 59 39
kateri.laesser@bluewin.ch
* verkürzt dargestellt. Medizinische wie psychologische Betreuung (Stichwort Traumata) ist ein wichtiger Faktor im Leben der Geflüchteten. Die Sorge um Familie und Bekannte führt sie oft in Konsulate/Botschaften und Hilfswerke. Wen hat es wohin verschlagen? Werden Angehörige vermisst? Skepsis und Neugier begleiten gleichermassen das Zurechtfinden in einer neuen Umgebung. Der Alltag eines Geflüchteten ist anders als der Unsrige (Arbeit/Ausbildung/Familie/Freizeit)



